Drei historische Gipsabgüsse dreier unbestrittener Meisterwerke: die Pietàs von Michelangelo. Versammelt im stimmungsvollen Raum der Sala delle Cariatidi des Palazzo Reale in Mailand, verfügen sie nun auch über das Einzigartige Virtuelle Bild aus dem 3D-Scan unserer Artmen.
Ein Moment, drei Skulpturen, derselbe Künstler: die Pietàs von Michelangelo. Erzählungen, die die Hände des Florentiners in drei Phasen seiner Laufbahn gemeißelt haben, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, die neben der tragischen Episode sein künstlerisches und menschliches Wachstum zeigen.
Heute sind die historischen Gipsabgüsse der drei Pietàs Michelangelos, der Pietà (1498-1499), der Pietà Bandini (1547-1555) und der Pietà Rondanini (1552-1564), Seite an Seite in „Die Pietà von Michelangelo. Drei historische Gipsabgüsse in der Sala delle Cariatidi“ im Palazzo Reale in Mailand ausgestellt.
Diese außergewöhnliche Präsentation knüpft an jene der inzwischen geschlossenen Ausstellung im Museo dell'Opera del Duomo in Florenz an. AerariumChain hatte, gemeinsam mit den Restauratoren der Scuola Beato Angelico (Re.BA), die große Verantwortung, die 3D-Scans der drei Werke zu erstellen, um ihren Erhaltungszustand zu dokumentieren und die Zustandsberichte objektiv und umfassend auszufüllen.
Die Geschichte
Die drei Gipsabgüsse, sehr genaue Kopien der Originalstatuen, schaffen einen einzigartigen, berührenden Vergleich verschiedener Auffassungen desselben Themas, in dem sich Michelangelos Reifung und inneres Drama offenbaren.
Die Pietà (1498-1499) ist die erste Skulptur, gemeißelt von einem kaum zwanzigjährigen Michelangelo. Die Tragik des dargestellten Moments tritt zurück hinter der Schönheit der jungen Maria und dem vollendeten Glanz des Marmors.
Die zweite, die Pietà Bandini (1547-1555) in der Opera del Duomo in Florenz, schuf ein gealterter Michelangelo; sie zeigt große künstlerische Reife ebenso wie sein Leiden: In den späten 1540er Jahren versenkte sich Michelangelo in eine fast obsessive Reflexion über Schmerz, Tod und Glauben, und dieses für sein Grabmal gedachte Werk wurde versehentlich beschädigt und von Michelangelo selbst unwiederbringlich mit dem Hammer traktiert.
Und schließlich sein letztes Werk: die unvollendete Pietà Rondanini (1552-1564), ausgestellt im Castello Sforzesco in Mailand. Die Skulptur verkörpert die letzte Phase von Michelangelos Laufbahn, der das Schönheitsideal der ersten Statue aufgab, um einen materiellen, tragischen Realismus zu umarmen. Das Porträt des Schmerzes, gedacht als zwei Seelen, Marias und Jesu, die in einer letzten zärtlichen Umarmung verschmelzen.
Drei Gipsabgüsse, geschaffen, um die Restaurierung der Originale zu leiten, die wegen der Vergänglichkeit des Materials heute fragil sind und daher verstärkt überwacht werden. Hinzu kommen die 3D-Scans der Artmen von AerariumChain im Palazzo Reale, die für jedes Werk ein Einzigartiges Virtuelles Bild erzeugen: einen perfekten digitalen Fingerabdruck seines Erhaltungszustands für einen äußerst objektiven, detaillierten Zustandsbericht.
Das Wesen der Pietà, von Michelangelo mehrfach gemeißelt, zeigt sich zum ersten Mal in dieser Ausstellung und wird dank der Arbeit der Artmen für immer unverändert weiterleben.
#TheArtofForever
