Geschichten aus dem Feld · 9 Mai 2022

NFT und traditionelle Kunst, eine mögliche Verbindung

Was sind NFTs? Was haben sie mit Kunst zu tun? Warum sind sie für die traditionelle Kunst wichtig? Hier erklären wir, wie AerariumChain diese beiden Welten verbindet und Museen über NFTs finanziell und kulturell unterstützt.

Laut einem UNESCO-Artikel waren die Museen 2020 im Schnitt 155 Tage geschlossen, mit einem Besucherrückgang von rund 70 Prozent; 2021 durchlief fast die Hälfte der Museen eine Phase kompletter Schließung, mit Einbußen, die zu Gehaltskürzungen und Entlassungen führten. All das geschah, während sich ein neues Wort seinen Weg durch die Kunstwelt bahnte, eines, das die folgenden Monate prägen und die Welt der digitalen Kunst verändern sollte: NFTs.

Was NFTs sind

NFT steht für non-fungible token, also nicht austauschbares Token, und ist eines der meistgebrauchten Wörter der letzten Monate. Um NFTs zu verstehen, lohnt der Blick auf den ersten Teil des Namens: nicht fungibel, also ein Gut, das sich weder replizieren noch ersetzen lässt. Ein fungibles Gut wäre etwa ein 10-Euro-Schein, der sich ohne Wertunterschied gegen einen gleichen tauschen lässt. Ein Kunstwerk dagegen ist nicht fungibel: Es kann nicht gegen ein generisches Objekt gleichen Werts (seinen identischen Zwilling) getauscht werden. Darin liegt der große Unterschied zwischen den digitalen Tokens der Kryptowährungen, etwa Bitcoin, und NFTs: Letztere sind einzigartig und lassen sich nicht wie Münzen tauschen.

Die wesentliche Eigenschaft der NFTs ist ihre Einzigartigkeit. Vereinfacht gesagt sind sie digitale Zertifikate, die an ein Gut gebunden sind, ob digital oder nicht.

Technisch stützen sich NFTs auf die Blockchain, die als digitales Register dient: Sie verzeichnet alle Transaktionen über einen unveränderbaren Code und macht ihre Historie jederzeit einsehbar.

Mit der Entwicklung von Ethereum und der Möglichkeit, den Besitz von etwas Immateriellem nachzuweisen, lag der Gedanke nahe, dieses Prinzip auch auf die digitale Kunst anzuwenden. Der Verkauf des NFT-Werks Everydays: the first 5000 days des amerikanischen Digitalkünstlers Beeple für fast 70 Millionen Dollar durch das Auktionshaus Christie's im März 2021 weckte weltweites Interesse an NFTs im Kunstkontext. Dieser Moment war auch für die materielle Kunst ein Wendepunkt: Viele fragten sich, wie sich dieses Potenzial für die traditionelle Kunst erschließen ließe, und Vorschläge kamen von allen Seiten. In diesem Szenario hat AerariumChain eine spezifische Antwort formuliert, um Museen und Stiftungen bei der Finanzierung ihrer Mission zu unterstützen.

Beeples Werk – Everydays: the first 5000 days

Quelle: exibart.com

NFTs digitaler Kunst und physische Kunst

Das Digitale ist in der Kunstwelt nichts Neues: Seit den ersten Computern sind traditionelle Werke nach und nach auch auf diesen Geräten erschienen, und parallel entstanden rein digitale Arbeiten. Aber warum dieser Hype um NFTs?

NFTs markieren einen Paradigmenwechsel. Zum einen können sie in jeder Hinsicht ein Eigentumszertifikat für die verknüpfte digitale Datei darstellen. Zum anderen können sie über Smart Contracts alles automatisieren, was die Vertragsausführung betrifft: die Bewegung digitaler Assets, die zugehörigen Zahlungen, die Prüfung der Nutzungsrechte und die Ausschüttung von Tantiemen an die Berechtigten (etwa Museum und Urheber). All das ohne externe Garanten oder Vollstrecker, denn die Technologie selbst garantiert Unveränderlichkeit und Sicherheit dieser auf der Blockchain verzeichneten Transaktionen. Freilich muss das alles in das jeweilige Anwendungsfeld übersetzt werden, um die Möglichkeiten dieser Technologie richtig zu nutzen.

In der Kunstwelt lassen sich zwei große Anwendungsfelder für NFTs unterscheiden: die digitale und die physische Kunst.

Einer der größten Unterschiede zwischen einem digitalen und einem physischen Werk liegt offensichtlich in der Art der Rezeption. Für ein digitales Werk braucht es ein elektronisches Gerät und Zugang zum Inhalt; bei einem physischen Gut ist normalerweise die Anwesenheit der Person gefragt, um das Erlebnis voll auszuschöpfen, auch wenn wir uns daran gewöhnt haben, physische Werke digital über ihre Darstellung zu genießen, etwa als Foto oder Video.

Ein weiterer Aspekt betrifft das Eigentum am Gut und die Verwertungsrechte: Bei digitalen Werken lässt sich das oft mit einer Online-Transaktion lösen, bei einem physischen Werk erfordert die Übertragung von Eigentum und Rechten einen materiellen, logistischen und konservatorischen Umgang mit dem Gut.

Ein digitales Werk ist leichter übertragbar: keine Dritten, keine langen Fristen. Die Frage der NFT-Rechte ist dabei nicht nebensächlich, denn der Großteil der traditionellen Kunst besteht aus physischen Werken, deren Eigentum und Rechte nicht übertragbar sind; mit dem schnell wachsenden NFT-Markt wird diese Frage immer entscheidender.

AerariumChain und die NFTs

Die Idee von AerariumChain ist es, die ewige Welt der traditionellen Kunst mit dem Potenzial der NFTs zu vereinen. AEC arbeitet bereits mit Kunstwerken und kennt die Erhaltungs- und Restaurierungsprobleme, die Museen belasten, gerade wirtschaftlich. Die Mittel für Museen werden knapper, und mit den covidbedingten Schließungen waren die letzten Jahre nicht leicht.

Die NFTMicro von AerariumChain entstehen mit dem klaren Ziel, Museen dauerhaft in ihrer Mission zu unterstützen, die Werke zu bewahren und zugänglich zu machen: durch den Direktverkauf von NFTs ebenso wie durch den Beitrag, der den Museen bei jeder Transaktion auf dem Sekundärmarkt zufließt.

Unser klassisches Beispiel: „Statt im Museumsshop ein Souvenir zu kaufen, ein oft wenig nachhaltiges Produkt, gefertigt in Ländern ohne Arbeitsschutz und mit Folgen für die Umwelt, kann ich im selben Museum einen NFTMicro kaufen, der wenig Ressourcen braucht, nicht verschmutzt (wir nutzen eine grüne Blockchain) und 100 Prozent des Beitrags dem Museum zuführt.“

Ausgangspunkt für AEC ist der zertifizierte Monitoring-Prozess der Werke: Mit dem ersten zertifizierten 3D-Scan eines Werks entsteht sein einzigartiger digitaler Fingerabdruck, der auf der Blockchain notariell festgehalten wird. So lassen sich alle späteren Scans demselben Werk zuordnen.

Das ist für das Monitoring der Werke essenziell und zugleich äußerst nützlich, weil es eine direkte, dauerhafte Verbindung zwischen realer und digitaler Version schafft und den Informationen des NFTMicro einen inneren Wert gibt.

Die NFTMicro von AEC haben einen präzisen Zweck: Sie können nur für Werke mit zertifiziertem digitalem Fingerabdruck ausgegeben werden. Gerade der Monitoring-Prozess erlaubt es den Unterstützern des Museums zu prüfen, dass die Mittel richtig eingesetzt werden.

NFTMicro und Metaverse

Wer glaubt, mit einem NFT die Rechte an einem Werk zu kaufen, irrt in 90 Prozent der Fälle. Das gilt erst recht für NFTs zu Werken in Museen: Die meisten ausgestellten Werke sind unverkäuflich, ebenso ihre Rechte, weil sie einem Staat oder Stiftungen gehören.

Mit dem NFTMicro hat AerariumChain an einer Art von NFT gearbeitet, deren Nutzung um das eigene virtuelle Bild herum gedacht ist, dank des direkten Fadens, der das physische Gut mit seiner digitalen Darstellung verbindet.

Der Wert liegt darin, dass NFTMicro (oder NFTs mit ähnlichen Eigenschaften) nur ein einziges Mal pro Werk ausgegeben werden können.

Die Frage, die Sie sich jetzt vielleicht stellen: Was passiert, wenn ich einen NFTMicro kaufe?

Die Antwort ist fast zu einfach: Die einzigartigen virtuellen Bilder von AerariumChain beruhen alle auf dem 3D-Scan des Werks. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihre eigene Galerie mit Ihren Lieblingswerken, deren NFTMicro Sie besitzen, und dieses Erlebnis veränderte sich je nachdem, wie viele NFTs Sie zu jedem Werk halten.

Und wie ließe sich Kunst in 3D besser genießen als im Metaverse, das heute schon 350 Millionen Nutzer auf über 45 Plattformen zählt? Genau daran arbeitet AerariumChain, und in den nächsten Artikeln erfahren Sie mehr.

Kunst ist ein unersetzliches Gut, das den kommenden Generationen erhalten bleiben muss. Genau das ist das Ziel von AerariumChain: Museen in die Lage zu versetzen, Pflege und Restaurierung ihrer Werke zu finanzieren.

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